Matera in der Basilicata, Kulturhauptstadt Europas 2019
Matera in der Basilicata, Kulturhauptstadt Europas 2019

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SÜDITALIEN - Kampanien und Apulien

 

 

vom 21. 5.  bis  19. 6. 2019

 

Teil 3: Castel del Monte, Gargano, Kulturhauptstadt Matera,

Alberobello, Monopoli, Polignano a Mare

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Individualreise

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Tag 18: Fr, 7.6.2019 Mit Zug von Metrostation Quintino Sella zum Aeroporto Bari, Mietwagen (Renault Clio) um 10 Uhr bei Locauto am Flughafen abgeholt. Fahrt nach Castel del Monte und Besichtigung der Burg. Anschließend nach Trani (Stadthafen) und weiter nach Shanti bei Vieste auf der Halbinsel Gargano (3 Übernachtungen)(Abendessen in Oleificio e Locanda San Luca)

 

Castel del Monte, die Mysterienburg

Friedrich II., Kaiser des römisch-deutschen Reiches (1194 - 1250)

Castel del Monte, Steinerne Krone Apuliens, SWR-Film

Moataz Nasr, ägyptischer Maler, Bildhauer und Multimedia-Künstler, geb. 1961

 

"'Als weithin sichtbares, die unermeßliche Ebene beherrschendes Wahrzeichen nennt es das Volk das Belvedere oder den Balkon Apuliens. Man könnte es noch passender als die Krone Apuliens nennen. Denn gleich einer Mauerkrone ruht dieses Schloß auf jenem Hügel. Wie das Diadem des Hohenstaufenreiches, das herrliche Land krönend, erschien es mir, wenn es die Abendsonne von Purpur und Gold funkeln ließ.' Seit des großen Gregorovius' Wortprägung ist der Vergleich mit einer Krone nicht mehr aus dem Castel del Monte betreffenden Vokabular wegzudenken." (Rolf Legler, Apulien, S. 231)

 

Castel del Monte, ein Bauwerk aus der Zeit des Stauferkaisers Friedrich II., von 1240 bis um 1250 errichtet. Blick auf das Eingangsportal im Osten
Castel del Monte, ein Bauwerk aus der Zeit des Stauferkaisers Friedrich II., von 1240 bis um 1250 errichtet. Blick auf das Eingangsportal im Osten
Blick vom Castel del Monte auf den Nationalpark Alta Murgia ("hohes felsiges Land", Kalkhochebene in der Mitte Apuliens und im Osten der Basilicata )
Blick vom Castel del Monte auf den Nationalpark Alta Murgia ("hohes felsiges Land", Kalkhochebene in der Mitte Apuliens und im Osten der Basilicata )
Trani, Hafen und Kathedrale
Trani, Hafen und Kathedrale
Kathedrale von Trani  mit Oberkirche (San Nicola Pellegrino) und Unterkirche (Santa Maria della Scala) sowie Hallenkrypta, 1097 -1186
Kathedrale von Trani mit Oberkirche (San Nicola Pellegrino) und Unterkirche (Santa Maria della Scala) sowie Hallenkrypta, 1097 -1186

Tag 19: Sa, 8.6.2019 In den Urwald von Foresta Umbra, weiter nach Monte Sant'Angelo, Abstecher nach Abbazia Santa Maria di Pulsano sul Gargano und über die Küstenstraße nach Vieste (Großes Dinner mit Aperitif, mehreren Gängen, Wein und Schnäpsen im B&B Shanti)

 

TARANTELLA italian folk music (Monte Sant'Angelo) PUGLIA

pizzica Salento BTQ - ballati tutti quanti (lu core meu)

PASSIONE TARANTA - Official Videoclip (Pizzica Salentina)

 

Monte Sant' Angelo. Das Heiligtum von San Michele Arcangelo, das älteste dem Erzengel Michael gewidmete Heiligtum Westeuropas und seit dem frühen Mittelalter ein wichtiger Wallfahrtsort, seit 2011 UNESCO-Weltkulturerbe. Achteckiger Campanile von 1282
Monte Sant' Angelo. Das Heiligtum von San Michele Arcangelo, das älteste dem Erzengel Michael gewidmete Heiligtum Westeuropas und seit dem frühen Mittelalter ein wichtiger Wallfahrtsort, seit 2011 UNESCO-Weltkulturerbe. Achteckiger Campanile von 1282
Monte Sant'Angelo, Via Belvedere, Blick nach Süden auf die Altstadt
Monte Sant'Angelo, Via Belvedere, Blick nach Süden auf die Altstadt

Abtei Santa Maria di Pulsano

Abbazia Santa Maria di Pulsano (Website)

 

Nach einer langen Zeit der Verwüstung und Plünderung ist die Abtei von Pulsano in ein neues Leben zurückgekehrt. Dank der "Cristiani Pro Pulsano"-Bewegung, die sich aus Freiwilligen aus Manfredonia und Monte Sant'Angelo zusammensetzte, um die historische Erinnerung an die Abtei am Leben zu erhalten, begann 1991 der kulturelle und materielle Wiederaufbau des Ortes, 1997 folgte die Gründung einer biritualen katholischen Klostergemeinschaft (lateinisch und byzantinisch).

 

Abbazia Santa Maria di Pulsano bei Monte Sant'Angelo
Abbazia Santa Maria di Pulsano bei Monte Sant'Angelo
Schluchten unterhalb der Abtei Santa Maria di Pulsano
Schluchten unterhalb der Abtei Santa Maria di Pulsano

Tag 20: So, 9.6.2019 Nach Peschici und zum Trabucco da Mimi (San Nicola). Weiter nach Vico del Gargano (Lunch: Paposcia in Pizzicato Mandorla) (Abendessen in der Osteria Al Duomo)

 

Trabucco

Trabucco da Mimi östlich von Peschici
Trabucco da Mimi östlich von Peschici
Vico del Gargano, im Sommer von Touristen bevölkert, im Winter fast ausgestorben
Vico del Gargano, im Sommer von Touristen bevölkert, im Winter fast ausgestorben
Peschici mit seinem westlich gelegenen Strand
Peschici mit seinem westlich gelegenen Strand
Alte Olivenhaine bei Vieste
Alte Olivenhaine bei Vieste

Tag 21: Mo, 10.6.2019 Fahrt nach Matera (Europas Kulturhauptstadt 2019) (2 Übernachtungen in Ai Terrazzini) (Parken des Autos in der Via Torquato Tasso außerhalb der Altstadt) (Abendessen im Bistro Giù a Sud)

 

Matera. Blick vom Convento di Sant' Agostino
Matera. Blick vom Convento di Sant' Agostino

Tag 22: Di, 11.6.2019 Besuch der Dalì-Ausstellung im Museum San Nicola Dei Greci - Madonna Delle Virtù, Stadtwanderung: Palombaro Lungo, Kathedrale von Matera, Chiesa Rupestre di Santa Maria di Idris, Casa Grotta nei Sassi (Höhlenwohnung mit Möbeln und Werkzeug)(Abendessen in Oi Marì)

 

Dalí-Ausstellung

Salvador Dalí

 

"Salvador Dali - Die Ausdauer der Gegensätze" (The Persistence of Opposites)

ist eine Ausstellung, die im Komplex von Madonna delle Virtù und San Nicola dei Greci in den Sassi von Matera gezeigt wird.

Die Ausstellung zeigt ungefähr zweihundert authentische Werke von Salvador Dali sowie fünf monumentale Skulpturen, von denen sich drei in der Stadt befinden. Die Ausstellung wird vom Dali Universe organisiert, einem Unternehmen mit einer der größten privaten Sammlungen von Kunstwerken des Künstlers in der Welt unter der Leitung von Beniamino Levi.

"The Persistence of Opposites" ist eine Museumsroute, die die wichtigsten konzeptuellen Dualismen von Dalis Kunst darstellt. Dali war ein Mann der Gegensätze, und das war seine Philosophie.

Seine Werke, in der visuell und konzeptuell scheinbar gegensätzliche Ideen verschmelzen, sind der Ausdruck der rationalen und irrationalen Dichotomie, die seine Arbeit durchzieht. (Übersetzung des englischen Ausstellungsprospekts)

 
Blick vom Museumsgelände (San Nicola dei Greci - Madonna delle Virtù) auf Convento di Sant'Agostino hoch über dem Torrente Gravina
Blick vom Museumsgelände (San Nicola dei Greci - Madonna delle Virtù) auf Convento di Sant'Agostino hoch über dem Torrente Gravina
Blick nach Westen auf Sasso Barisano mit der Chiesa di San Pietro Barisano
Blick nach Westen auf Sasso Barisano mit der Chiesa di San Pietro Barisano

Palombaro Lungo

Größte unterirdische Wasserzisterne von Matera mit 5 Millionen Litern unter der Piazza Vittorio Veneto

Blick vom Belvedere Luigi Guerricchio zur Kathedrale von Matera
Blick vom Belvedere Luigi Guerricchio zur Kathedrale von Matera
Blick vom Belvedere Luigi Guerricchio in Richtung der Kathedrale von Matera
Blick vom Belvedere Luigi Guerricchio in Richtung der Kathedrale von Matera
Chiesa Rupestre di Santa Maria di Idris
Chiesa Rupestre di Santa Maria di Idris

Casa Grotta nei Sassi

Tag 23: Mi, 12.6.2019 Fahrt zum Aussichtpunkt auf Matera und die Sassi in Murgia Timone.

Fahrt nach Alberobello mit Besichtigung der Trulli (2 Übernachtungen in Agriturismo Arco di Sole)

(Abendessen in benachbarter familiärer Pizzeria Il Vecchio Granaio)

 

Blick vom Aussichtspunkt östlich des Torrente Gravina auf Matera und die Sassi
Blick vom Aussichtspunkt östlich des Torrente Gravina auf Matera und die Sassi
Blick vom Aussichtspunkt auf Matera mit der Chiesa di San Pietro Caveoso über dem Torrente Gravina
Blick vom Aussichtspunkt auf Matera mit der Chiesa di San Pietro Caveoso über dem Torrente Gravina
Trulli in Alberobello (Stadtviertel Monti)
Trulli in Alberobello (Stadtviertel Monti)
B&B Arco di Sole Agriturismo bei Alberobello
B&B Arco di Sole Agriturismo bei Alberobello

Heute Abend habe ich 5 Minuten zu Fuß von meinem Hotel Arco di Sole entfernt im Landgasthaus Il Vecchio Granaio zu Abend gegessen.

   Als ich um 20 Uhr ankam, saß nur die Wirtsfamilie an einem der Tische und war im Gespräch vertieft, doch als ich dann als Gast an einem Tisch Platz nahm, löste sich die Großfamilie auf. Die Großmutter verließ das Haus in Richtung Nachbarhaus, wo sie augenscheinlich wohnt. Die beiden jungen Mädchen, etwa 17 Jahre alt, liefen mal hier, mal dort hin, konnten sich wohl nicht so recht entscheiden.

   Ich bestellte zuerst "Fruscidd con pomodoro fresco, cacio e basilico". Da ich mit Fruscidd nichts anfangen konnte, holte der Wirt aus der Küche einen Teller mit allerlei Nudelformen, eine davon war Fruscidd. Etwas später fing dann mein Dinner mit Fruscidd (al dente) an. 

   Bis 21 Uhr blieb ich der einzige Gast auf der Terrasse in dieser lauwarmen Sommernacht, dann gesellte sich eine Familie mit ihrer etwa 15 Jahre alten Tochter hinzu. Die Frau deckte sich selbst den Tisch und holte aus der Küche die notwendigen Utensilien; ich konnte daraus schließen, dass sie wohl hier Stammgäste waren und vielleicht sogar  Familienmitglieder. Zu der aus dem Lautsprecher übertragenen Musik begann die 15-Jährige mit ekstatischen Bewegungen. Zwischendurch wurden auch Platten mit Essen zum Nachbarhaus gereicht, wo die Großmutter und eine ihrer Töchter wohnt. Die 15-Jährige war mittlerweile auch aufgestanden und gesellte sich zu der Großmutter und unterhielt sich angeregt mit ihr ...

   Ich hatte mittlerweile den zweiten Gang bestellt: "Antipasti italiana", etwas derb im Geschmack.

Dann stellte mir der Wirt schließlich noch eine große Glasschüssel mit Erdnüssen auf dem Tisch. Und zum Schluss gab es Espresso und zwei verschiedene Liköre (Limoncello und Lakritzlikör) ...

Soweit mein Abend im Landgasthaus Il Vecchio Granaio, zu einem sehr erschwinglichen Preis und mit einer Fülle von Beobachtungen und Eindrücken.

 

Diesen Bericht schickte ich noch am Abend meinen Reisefreunden von Neapel und Procida. Von Hartmut erhielt ich folgende Antwort: ... danke für die tollen Bilder. Den größten Eindruck hat aber die Beschreibung deines Abendessens im Landgasthaus gemacht. Bei einem, der so viele neue Eindrücke verarbeitet wie du, "muss schon was kommen", dass er staunt. Und dieser Abend mit seinen schon bald mystischen Begleitumständen war so etwas. Das bleibt nachhaltig haften und ich als ganz normaler Mitteleuropäer kann das lebhaft nachempfinden. Ich wünsch dir noch viele schöne Bildmotive aber auch noch weitere solcher Abende mit Leuten abseits mitteleuropäischen Normalbenehmens.

Tag 24: Do, 13.6.2019 Ausflug nach Monopoli und Polignano a Mare. Abends Kirchfest des Heiligen Antonius in Alberobello

 

Monopoli. Blick von der Bastione Santa Maria auf Castello di Carlo V
Monopoli. Blick von der Bastione Santa Maria auf Castello di Carlo V
Polignano a Mare. Blick von der Ponte di Polignano auf den Lama Monachile Beach
Polignano a Mare. Blick von der Ponte di Polignano auf den Lama Monachile Beach
Panorama von Polignano a Mare
Panorama von Polignano a Mare

Trulli in Alberobello (Stadtviertel Monti) am Abend

Wallfahrtskirche Sant'Antonio di Padova in Alberobello

Antonius von Padua

Messe und Prozession in Alberobello am 13. Juni, dem Todestag des Heiligen Antonius 

Der Orden der Franziskaner

Fortsetzung: Süditalien - Apulien

Teil 4: Ostuni, Lecce, Gallipoli, Otranto, Bari