Machu Picchu in Peru, eine Stadt der späten Inka-Zeit
Machu Picchu in Peru, eine Stadt der späten Inka-Zeit

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Expeditionsreise Andenüberquerungen

Peru - Bolivien - Chile


Von Lima über Cusco, Machu Picchu, Titicacasee, Arica,

La Paz, Sucre, Potosí, Salar de Uyuni, San Pedro de Atacama,

Antofagasta, Atacamawüste nach Santiago de Chile

 

vom 23. 10. bis 22. 11. 2014

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Flug- und Busreise mit Rotel-Tours

 

 


Teil 1

 

(von Lima/Peru bis Cochabamba/Bolivien)

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bitte auf die Fotos klicken!

Reiseleiter: Manfred Heller

Busfahrer, Kfz-Mechaniker und Küchenchef: Konrad Fuchs

20 Rotel-Gäste, davon 9 Frauen und 11 Männer

3 Paare und 14 Einzelreisende im Alter zwischen ca. 40 und 76

20-Sitzer Allrad-Bus kombiniert, dreiachsig, mit angebauten Schlafkabinen

Routenlänge von Cusco bis Santiago de Chile: 5 613 km

Reisewetter

 

Das Wetter während der vier Wochen in Peru, Bolivien und Chile um diese Jahreszeit (Frühling auf der Südhalbkugel) war außergewöhnlich warm und trocken. Statistisch waren folgende Temperatur-Mittelwerte (Maximum/Minimum in Celsius) zu erwarten: Lima 21,9/14,8; Cusco 21,5/5,5; Puno am Titicacasee 17,1/-0,5; Arequipa 25,1/8,7; Arica 22,7/14,8; La Paz 16,8/3,1; Potosí 20,1/4,8; Uyuni 18,7/3,4; San Pedro de Atacama 24,4/11,2; Antofagasta 22,7/15,0; Santiago de Chile 23,0/11,2.

In diesem Jahr waren die Tagestemperaturen aber deutlich höher, was auch die Bevölkerung in den einzelnen Ländern überraschte. Tatsächlich stieg die Temperatur an vielen Tagen deutlich über 30 Grad Celsius, was eine Erhöhung des Tagesdurchschnitts bedeutete. Die Sonneneinstrahlung war entsprechend stark.

In der gesamten Reisezeit gab es keinen Niederschlag. Nur an der Küste von Lima und Nordchile zeigte sich regelmäßig das typische Garua-Klima, ein Küstennebel, der durch den kalten Humboldtstrom des Pazifik bedingt ist.

 

 

Meine Beurteilung der Reise

 

Diese regelmäßig durchgeführte Reise wird vom Veranstalter Rotel Tours als Expeditionsreise ausgeschrieben. Das bedeutet, dass teilweise auf unwegsamen und schwierigen Pisten gefahren wird und unvorhergesehene Zwischenfälle und Verzögerungen in Kauf genommen werden müssen, so dass das Reiseprogramm nicht in allen Teilen garantiert werden kann.

In der Tat gab es mehrfach unvorhersehbare Zwischenfälle in der Art, dass der Rotel-Bus defekt war (u.a. größere Reparatur zu Reisebeginn, Reifenpanne und Kardanwellenlagerschaden). Dank des kompetenten Einsatzes von Busfahrer und Reiseleiter als Kfz-Mechaniker und Monteure wurden dadurch aber nur minimale Verzögerungen im Ablauf des Programms notwendig.

Die Expeditionsreise wurde mit einem 20-Sitzer Allrad-Bus mit kombinierten Schlafkabinen durchgeführt. Das bedeutete, dass das Reisegepäck täglich in den Schlafkabinen verstaut werden musste. Nachts stand es im Vorraum des Rotels, wodurch die Bewegungsfreiheit stark eingeschränkt war. Auch die im Rotel-Prospekt genannte Breite der Schlafkabinen mit 70 cm Breite wurde bei diesem Bustyp unterschritten, so dass tatsächlich nur 65 cm Breite zur Verfügung stand. Rotel-Gäste wissen natürlich, worauf sie sich bei dieser besonderen Reiseform einlassen, so dass es diesbezüglich keine Probleme gab.

Insgesamt war die kleine Gruppe von 22 Personen (inklusive Fahrer und Reiseleiter) sehr harmonisch zusammengesetzt. Die Aufgaben beim Auf- und Abbau sowie bei der Küchenhilfe waren gut verteilt. Es sind eben erfahren Rotelianer, die sich auf eine solche Reise einlassen.

 

Bei dieser Reise ist ein sehr guter Gesundheitszustand erforderlich. Vor allem sollte man sicher sein, dass eine Höhe bis zu 4 600 m gut vertragen wird. Einem Gesundheitscheck beim Arzt hatte auch ich mich unterzogen, der mir anschließend ein Okay für diese schon außergewöhnliche Belastung bescheinigt hatte. In der Realität musste ich (und auch andere Mitreisende) dann doch feststellen, dass vor Ort verschiedene Verhaltensregeln notwendig waren und beachtet werden mussten: Anpassung der Atmung an die Höhe, bewusst öfter und tiefer atmen, nachts in den Hotels Hochlegen des Oberkörpers mit Hilfe der bereitgestellten Kissen, viel Trinken von Wasser oder Tee, keine allzu schnellen Bewegungen (Gefahr von Schwindel, Kopfschmerzen, Schlafstörungen u.a.).

 

Die Dauer der Reise mit 31 Tagen ist recht lang. Ich gebe zu, dass die letzte Woche durch die langen Tagesfahrten durch die eintönige Atacamawüste im Norden von Chile mit weniger spektakulären Höhepunkten gewöhnungsbedürftig war. Andererseits kann die Reiseplanung nicht anders gestaltet werden, weil die Hauptstädte Lima und Santiago für Hin- und Rückflug feststehen.

 

Fazit: Die Expeditionsreise Andenüberquerungen war für mich ein großes Erlebnis, was landschaftliche und kulturelle Höhepunkte anbelangt und was den Zusammenhalt und den Gedankenaustausch der Reisegruppe betraf.

Entfernung in Flugkilometer:  Frankfurt/Main - Sao Paulo ca. 9 800 km; Sao Paulo - Lima/Peru ca. 3 500 km:

Lima - Cusco ca. 570 km; Santiago de Chile - Frankfurt/Main über Sao Paulo ca. 12 400 km

Tag 1: Do. 23. 10. 2014 – Flug mit TAM von Frankfurt nach Sao Paulo

Abflug von Frankfurt/Main mit Boeing 777 der brasilianischen Fluggesellschaft um 20:40 Uhr. Nachtflug von 12 Stunden (kein Schlaf)

 

Tag 2: Fr. 24. 10. 2014 – Flug mit TAM von Sao Paulo nach Lima

Weiterflug nach Lima um 08:45 Uhr (Ortszeit), Ankunft nach 5 1/2 Stunden Flug in Lima um 11:10 Uhr. Empfang durch Rotel-Reiseleiter Manfred Heller. Bestellter Bus ist nicht vorhanden, deshalb Transport mit 3 Taxi-Vans zum Hotel Britania und Einchecken.

14:15 Uhr Beginn der Stadtrundfahrt mit Bus durch das Verkehrschaos von Lima. Fahrt durch sozial unterschiedliche Stadtteile (Barriadas an den Berghängen). Plaza de Armas mit Präsidentenpalast und Kathedrale (Sarkophag von Francisco Pizarro, dem Eroberer Perus und Gründer Limas). Zum Abschluss Besuch des Goldmuseums

 

Lima, Perus Regierungspalast im neobarocken Stil
Lima, Perus Regierungspalast im neobarocken Stil
Lima, Plaza Mayor
Lima, Plaza Mayor
Lima, Hauptschiff der Kathedrale
Lima, Hauptschiff der Kathedrale

Karte des Reisegebietes in Peru, Nordchile und Bolivien. Reisestationen von NW nach SE sind Lima, Machu Picchu, Cusco, Puno, Arequipa, Moquegua, Arica, Putre, La Paz und Cochabamba. Der Kartenausschnitt lässt sich beliebig vergrößern und auf Satellitendarstellung umstellen.

Tag 3: Sa. 25. 10. 2014 – Flug mit LAN von Lima nach Cusco

Aufstehen um 05:00 Uhr. Flug von Lima um 09:40 Uhr nach Cusco, 11:00 Uhr in 3 416 m Höhe. Einchecken im Hotel Samay. Busfahrt und Wanderung zu den Inkastätten, zum Wasserheiligtum Tambo Machay, nach Qenqo und zur Zyklopenfestung Sacsayhuaman (Atembeschwerden beim Aufstieg). Stadtbesichtigung von Cusco (Plaza de Armas, Kirche Santo Domingo mit Mauer der Coricancha (Sonnentempel) aus der Inkazeit im Innern der Kirche.

"Wenn man den ungeheuren Steinmauern des Sacsayhuaman zum erstenmal gegenübersteht, so kann man nicht fassen, wie auch nur ein Block der untersten und mächtigsten der drei Zickzackmauernm fortbewegt wurde. Diese Mauern erwecken den Eindruck, als ob sie seit Anbeginn der Welt dort gestanden hätten. Und doch soll der Überlieferung nach der Bau dieser gewaltigen Festung erst vom Inka Pachacutec geplant und von seinem Sohn Tupac Yupanqui begonnen sein; sein Enkel Huayna Capac habe dann das Werk beendet. 30 000 Indios sollen 70 Jahre lang ununterbrochen mit dem Bau beschäftigt gewesen sein." (Hans Helfritz: Südamerika: präkolumbianische Hochkulturen, Köln 1977, S. 174)

 

Tambo Machay, ein Wasserheiligtum bei Cuzco aus der Inka-Zeit.
Tambo Machay, ein Wasserheiligtum bei Cuzco aus der Inka-Zeit.
Die peruanische Reiseleiterin informiert über Tambo Machay.
Die peruanische Reiseleiterin informiert über Tambo Machay.
Quechua-Indias mit ihren Lamas nahe Tambo Machay
Quechua-Indias mit ihren Lamas nahe Tambo Machay

Sacsayhuamán. Rodadero, ein kuppelförmiger Trachytfelsen
Sacsayhuamán. Rodadero, ein kuppelförmiger Trachytfelsen
Sacsayhuamán. Gemeißelter Steinsitz, "Thron des Inka" genannt
Sacsayhuamán. Gemeißelter Steinsitz, "Thron des Inka" genannt

Zyklopenmauern der Inkafestung Saqsaywaman (Quechua), spanisch Sacsayhuamán
Zyklopenmauern der Inkafestung Saqsaywaman (Quechua), spanisch Sacsayhuamán
Blick von Sacsayhuamán auf Cusco
Blick von Sacsayhuamán auf Cusco
Kathedrale von Cusco
Kathedrale von Cusco
Santo Domingo über der ovalen Mauer des Sonnentempels Coricancha
Santo Domingo über der ovalen Mauer des Sonnentempels Coricancha

Tag 4: So. 26. 10. 2014 – Ausflug mit Bus und Bahn nach Machu Picchu

Ganztägiger Ausflug von Cusco zur Inkafestung Machu Picchu. Aufstehen um 3 Uhr, Abfahrt mit Bus um 4 Uhr. Weiterfahrt mit der Bahn um 6.30 Uhr durch die wilde Schlucht des Urumbaflusses tief hinab in das Heilige Tal der Inkas, bis an den Rand der tropischen Urwaldzone. Mit einheimischen Kleinbussen geht es in Spitzkehren hinauf zur in wilden Granitfelsen eingebetteten Inkafestung. Bei der eingehenden Besichtigung der Ruinen kann man hier wie sonst nirgendwo in solcher Geschlossenheit die Felder-, Wege- und Häuserbaukunst der Inkaarchitekten studieren. Paläste, Festungen, Wohngebiete, religiöse Stätten, Terrassen, Treppen, Straßen, Plätze und Trinkwasseranlagen bilden eine einzigartige Kulisse.

Der Aufstieg zum Panoramablick auf Machu Picchu in 2 300 m Höhe ist bei der starken Sonneneinstrahlung und Wärme anstrengend. Nachts in Cusco Schlafstörungen und Atemnot.

 

Machu Picchu. Die Inkas erbauten die Stadt im 15. Jahrhundert in 2360 Metern Höhe auf einem Bergrücken zwischen den Gipfeln des Huayna Picchu (rechts im Hintergrund)  und des Berges gleichen Namens (Machu Picchu) in den Anden über dem Urubambatal.
Machu Picchu. Die Inkas erbauten die Stadt im 15. Jahrhundert in 2360 Metern Höhe auf einem Bergrücken zwischen den Gipfeln des Huayna Picchu (rechts im Hintergrund) und des Berges gleichen Namens (Machu Picchu) in den Anden über dem Urubambatal.
Trapezförmiges Tor, typisch für den Inka-Baustil
Trapezförmiges Tor, typisch für den Inka-Baustil
Eingang zum Mausoleum der Könige
Eingang zum Mausoleum der Könige

El Torreón, ein halbrunder Turm, umschließt fast in einem Halbkreis den heiligen Felsen, im Innern auf der Felsoberfläche kleine Opfertische
El Torreón, ein halbrunder Turm, umschließt fast in einem Halbkreis den heiligen Felsen, im Innern auf der Felsoberfläche kleine Opfertische
Sonnenstein (Intihuatana), das wichtigste religiöse Heiligtum der Anlage
Sonnenstein (Intihuatana), das wichtigste religiöse Heiligtum der Anlage

"Tempel der drei Fenster" auf der östlichen Seite der Akropolis, mit drei großen trapezförmigen Fenstern
"Tempel der drei Fenster" auf der östlichen Seite der Akropolis, mit drei großen trapezförmigen Fenstern
Aguas Calientes liegt etwa 1,5 Kilometer von Machu Picchu entfernt und ist Ausgangspunkt für die Besichtigung dieses Unesco-Weltkulturerbes.
Aguas Calientes liegt etwa 1,5 Kilometer von Machu Picchu entfernt und ist Ausgangspunkt für die Besichtigung dieses Unesco-Weltkulturerbes.
Aguas Calientes ist von Steilwänden aus Fels und Nebelwald umgeben und ist nur über eine Schmalspurbahn von Cusco aus erreichen.
Aguas Calientes ist von Steilwänden aus Fels und Nebelwald umgeben und ist nur über eine Schmalspurbahn von Cusco aus erreichen.

In der Schmalspurbahn...
In der Schmalspurbahn...
... zwischen Urubamba und Aguas Calientes
... zwischen Urubamba und Aguas Calientes

Tag 5: Mo. 27. 10. 2014 – Von Cusco nach Puno am Titicacasee

Weil der Rotel-Bus defekt ist und in Cusco von einem eingeflogenen Spezialisten aus Lima repariert werden muss, wird die ganztägige Weiterreise nach Puno (388 km) mit einem gemieteten Luxus-Reisebus organisiert. Die Reise führt über das peruanische Hochland durch eine herrliche Landschaft mit Pässen von über 4 300 m. Technische Pause in Urcos, Mittagspause in Sicuani. Übernachtung (2 Nächte) im Hotel Plaza Mayor in Puno

 

Ausgrabungsstätte Pikillacta, eine ausgedehnte Stadtanlage der Huari-Kultur, Blütezeit 800 bis 1000 n.Chr.
Ausgrabungsstätte Pikillacta, eine ausgedehnte Stadtanlage der Huari-Kultur, Blütezeit 800 bis 1000 n.Chr.

Marktfrauen in Urcos
Marktfrauen in Urcos
Kirche in kolonialem Stil in Urcos
Kirche in kolonialem Stil in Urcos
Unser Luxusbus während einer Pause am höchsten Pass
Unser Luxusbus während einer Pause am höchsten Pass

Pause am Pass: Kleidung und Handwerkskunst an Touristenständen
Pause am Pass: Kleidung und Handwerkskunst an Touristenständen
Eisenbahn von Cusco nach Puno im peruanischen Hochland
Eisenbahn von Cusco nach Puno im peruanischen Hochland
Juliaca ist eine extrem chaotische Stadt, was Bauweise, Verkehr und Leben der Einwohner betrifft.
Juliaca ist eine extrem chaotische Stadt, was Bauweise, Verkehr und Leben der Einwohner betrifft.

 Tag 6: Di. 28. 10. 2014 – Titicacasee, Ausflug zu den schwimmenden Inseln der Urus

Mit Fahrad-Rikschas zum Hafen von Puno. Halbtägiger Ausflug mit einheimischem Motorboot zu den schwimmenden Inseln der Urus (Volk der Aimaras). Die Urus, eines der vielen Völker am Titicacasee, haben sich von ihren Nachbarn bedrängt auf selbstgefertigte Inseln aus Schilf auf den Titicacasee zurückgezogen. Sie haben dort als Fischer und Jäger der Seevögel überlebt. Heute leben sie vor allem vom Tourismus. Es ist ein ungewöhnliches Erlebnis über den weichen, nachgebenden Boden der Schilfinseln zu gehen. Die Arschitektur des Aufbaus dieser Inseln wird von den Einheimischen ausführlich erklärt und demonstriert.

(Ein Teil der Rotel-Gruppe hatte die Möglichkeit zu einem ganztägigen Ausflug zu den Urus und anschließend auf die Insel Taquile, die vom Volk der Quechua bewohnt wird. Die Bewohner von Taquile waren vom Festland bis in die 1950er Jahre vergleichsweise isoliert, so dass bis heute die Bedeutung der Gemeinschaft und der Familie sehr groß ist. Von besonderer Bedeutung ist die traditionelle Webtradition auf Pedalwebstühlen aus der Vorinkazeit. Charakteristische Kleidungsstücke sind der sogenannte "Chullo", eine Wollmütze mit Klappen für die Ohren, und der "Kalendergürtel", der den Kreislauf des Jahres mit den jeweiligen rituellen und landwirtschaftlichen Aktivitäten darstellt.)

 

Titicacasee bei Puno
Titicacasee bei Puno
Freundlicher Empfang bei den Urus
Freundlicher Empfang bei den Urus

Demonstration des Aufbaus der schwimmenden Inseln
Demonstration des Aufbaus der schwimmenden Inseln
Feuerstellen der Urus
Feuerstellen der Urus

Handwerkskunst für die Touristen
Handwerkskunst für die Touristen
Abschied von den Urus
Abschied von den Urus

Prozession in Puno



 Tag 7: Di. 29. 10. 2014 – Vom Titicacasee nach Arequipa

Der Rotelbus ist repariert und wurde von unserem Fahrer Konrad von Cusco nach Puno überführt. Mit Taxis fahren wir vom Hotel zum dezentralen Busbahnhof und richten uns erstmalig im Rotelbus ein. Anschließend starten wir zu den interessanten vorinkaischen Grabtürmen von Sillustani. Wir verlassen die Schwemmebene des Titicacasees und fahren über Juliaca auf der landschaftlich reizvollen Höhenstraße durch die Bergwelt der Anden, vorbei an einsamen Berghöfen, Lagunen und Vulkanen und erreichen in der Dunkelheit die weiße Stadt Arequipa in 2 335 m Höhe. Übernachtung bei Hotel Las Mercedes. Abendessen in einem nahen Restaurant. Tagesstrecke 333 km.

 

Blick über Puno
Blick über Puno
Sillustani
Sillustani
Grabtürme (Chullpas) von Sillustani ...
Grabtürme (Chullpas) von Sillustani ...
Gehöft bei Sillustani
Gehöft bei Sillustani
Landschaft bei Sillustani
Landschaft bei Sillustani
... aus der Vorinkazeit
... aus der Vorinkazeit
Stiere über Torbogen und Häusern zur Abwehr von Gefahren
Stiere über Torbogen und Häusern zur Abwehr von Gefahren

Alternatives Reisen. Begegnung am Pass Cruzero in 4 490 m Höhe
Alternatives Reisen. Begegnung am Pass Cruzero in 4 490 m Höhe
"Schlafender" Vulkan El Misti, 5 822 m, letzter großer Ausbruch 1784. Der Vulkan gefährdet bei einem Ausbruch die Stadt Arequipa.
"Schlafender" Vulkan El Misti, 5 822 m, letzter großer Ausbruch 1784. Der Vulkan gefährdet bei einem Ausbruch die Stadt Arequipa.

 Tag 8: Mi. 30. 10. 2014 – Von Arequipa nach Moquegua

Arequipa, die heimliche Hauptstadt des Landes, besitzt viele prächtige spanische Gebäude aus der Kolonialzeit. Am Vormittag Stadtrundgang und Besichtigung des Klosters Santa Catalina. Nach der Mittagspause fahren wir über felsige Hochebenen mit herrlichem Blick auf die Andenkette. Die Reise führt durch eine Landschaft, die zusehends von der farbigen Vielfalt vulkanischer Eruptionen geprägt ist. Mehrere tiefeingeschnittene Canyons müssen überquert werden, bis wir die Flussoase Moquegua erreichen. Übernachtung beim Hotel Mirador.

 

Arequipa. Kloster Santa Catalina von 1579. Die folgenden Bilder der Galerie können als slideshow ablaufen.
Arequipa. Kloster Santa Catalina von 1579. Die folgenden Bilder der Galerie können als slideshow ablaufen.
Iglesia de Santo Domingo, Fassade im plateresken Stil
Iglesia de Santo Domingo, Fassade im plateresken Stil
Basilika Arequipa
Basilika Arequipa
Plaza de Armas, Schreiber bieten ihre Dienste an.
Plaza de Armas, Schreiber bieten ihre Dienste an.
Arkaden an der Südseite der Plaza de Armas.
Arkaden an der Südseite der Plaza de Armas.

Mercado San Camilo
Mercado San Camilo
Reiche Auswahl an Obst ...
Reiche Auswahl an Obst ...
... und Kartoffelsorten
... und Kartoffelsorten

Beginn der Küstenwüste
Beginn der Küstenwüste
Anbauebene bei Torata
Anbauebene bei Torata
Farbige eruptive Ablagerungen
Farbige eruptive Ablagerungen

 Tag 9: Do. 31. 10. 2014 – Von Moquegua nach Arica (Chile)

Abfahrt um 8 Uhr. Wüstenlandschaft mit Flussoasen. Horizontal lagernde vulkanische Schichten aus Asche und Lava. 10:50 bis 12:00 Uhr: unfreiwilliger Aufenthalt in Tacna, Reifenpanne: Wechseln des hinteren inneren Zwillingsreifens durch Busfahrer und Reiseleiter. Die Rotelgruppe besucht derweil den nahen Markt von Tacna. 12:30 Uhr Abfahrt von Tacna, 13:15 Ankunft an der Grenze nach Chile mit ausführlicher Kontrolle durch die Grenzbeamten. Zum Schutz der heimischen Agrarindustrie besteht ein striktes Einfuhrverbot für frische Nahrungsmittel (Milchprodukte, Obst und Gemüse, Fleisch- und Wurstwaren) sowie Pflanzen, Waffen, Drogen und pornographisches Material). Verstöße (auch der versehentlich nicht deklarierte Apfel im Handgepäck) werden mit hohen Bußgeldern und in schwerwiegenden Fällen auch mit Inhaftierung geahndet. 15:00 Uhr Grenzabfertigung beendet. Zeitumstellung: + 2 Stunden

Nach der Ankunft in Arica (186 000 Einwohner/ 2005) haben wir einen Aufenthalt in der blühenden Wüstenstadt im äußersten Norden Chiles, über 2 000 km von der Hauptstadt Santiago entfernt. Arica imit seinen 350 Sonnentagen im Jahr ist ein wichtiger Pazifikhafen und Verkehrsknotenpunkt. Wir besichtigen die Innenstadt und fahren anschließend zu unserem Campingplatz Belen - Villa Frontera. Nächtlicher Lärm durch zwei Parties bis 6 Uhr morgens.

 

Wüstenlandschaft nordwestlich von Tacna
Wüstenlandschaft nordwestlich von Tacna
Arica, Stahlkirche San Marcos, entworfen von Gustave Eiffel, 1875
Arica, Stahlkirche San Marcos, entworfen von Gustave Eiffel, 1875
Arica, Zollgebäude,  entworfen von Gustave Eiffel
Arica, Zollgebäude, entworfen von Gustave Eiffel
Arica, Bahnhofsgebäude der Eisenbahnverbindung Arica - La Paz (eröffnet 1913, Länge: 440 km, Anstieg bis 4 265 m, 7 Tunnel). 2013 wurde die Strecke wiedereröffnet.
Arica, Bahnhofsgebäude der Eisenbahnverbindung Arica - La Paz (eröffnet 1913, Länge: 440 km, Anstieg bis 4 265 m, 7 Tunnel). 2013 wurde die Strecke wiedereröffnet.

 Tag 10: Fr. 01. 11. 2014 – Von Arica nach Putre (Chile)

Von Arica dem Rio Lluta folgend, zunächst in vegetationsloser Landschaft, gelangen wir in immer größere Höhen und somit auch wieder in vegetationsreichere Gebiete. Kandelaberkakteen säumen die Straße. Wir fahren nach Putre, unserem späteren Übernachtungsplatz, und anschließend in den Lauca Nationalpark, der vor allem durch die Vicunas, eine wildlebende Lamaart, bekannt ist. Nach einem größeren Rundweg durch den Nationalpark (Vegetationstyp ist die Puna) kommen wir wieder zurück nach Putre. Übernachtung im Rotel beim Hotel Las Vicunas.


Rio Lluta mit Anbau in der Schwemmebene, gesäumt von vegetationsloser Wüstenlandschaft
Rio Lluta mit Anbau in der Schwemmebene, gesäumt von vegetationsloser Wüstenlandschaft
Stop an der Straße von Arica nach Putre
Stop an der Straße von Arica nach Putre
Oberer Abschnitt des Rio Lluta
Oberer Abschnitt des Rio Lluta

Fotostop oberhalb von Putre
Fotostop oberhalb von Putre
Blick von der Straße auf Putre
Blick von der Straße auf Putre
Die Kleinstadt Putre (2200 Einwohner) liegt auf 3650 Metern Höhe und bildet den Eingang zum Nationalpark Lauca.
Die Kleinstadt Putre (2200 Einwohner) liegt auf 3650 Metern Höhe und bildet den Eingang zum Nationalpark Lauca.
Im Lauca Nationalpark
Im Lauca Nationalpark

Tag 11: Sa. 02. 11. 2014 – Von Putre (Chile) nach La Paz (Bolivien)

Wir fahren nochmals durch den Lauca Nationalpark und vorbei an der Laguna Cungara mit vielen Wasservögeln. Hier werden die Ausreiseformalitäten für Chile erledigt. Anschließend fgeht es über einen Pass (4 667 m) zur bolivianischen Grenzstelle bei Tambo Quemado. Nach den relativ schnell erfolgten Einreiseformalitäten geht es über den Rio Desaguadero und durch eine faszinierende Landschaft mit Blick auf den Vulkan Sajama (6 520 m), den höchsten Berg Boliviens. Wir umfahren den Fuß des Berges und gelangen auf einer neuen Straße nach Patacamaya. Über das bolivianische Altiplano führt die Reise, vorbei an typischen Dörfern, nach El Alto (842.378 Einwohner (Volkszählung 2012), einer Industriestadt kurz vor La Paz. Dort lassen wir den Rotelbus auf dem Parkplatz des höchstgelegenen internationalen Flughafens stehen und gelangen mit einem kleinen Mietbus nach La Paz. Übernachtung für 2 Nächte im Hotel Eldorado.

 

Die Schchtvulkane Parinacota 6348 m (rechts) und Pomerape 6 282 m (links)
Die Schchtvulkane Parinacota 6348 m (rechts) und Pomerape 6 282 m (links)
Altiplano von Bolivien
Altiplano von Bolivien
Lago Chungará und Vulkan K'isi K'isini
Lago Chungará und Vulkan K'isi K'isini

Der Sajama ist der höchste Berg Boliviens und einer der höchsten Vulkane der Welt. Seine Basis steht auf der Hochebene des Altiplano in etwa 4200 m. (???)
Der Schichtvulkan Parinacota (6 348 m) hinter dem Lago Chungará
Blick von der Abbruchkante des Altiplano auf La Paz, dem Regierungssitz von Bolivien, im Hintergrund der schneebedeckte Illimani (6 438 m)
Blick von der Abbruchkante des Altiplano auf La Paz, dem Regierungssitz von Bolivien, im Hintergrund der schneebedeckte Illimani (6 438 m)
La Paz. Seit 2014 verbindet die höchste städtische Seilbahn der Welt die Regierungsstadt La Paz mit der Arbeiterstadt El Alto. 3.000 Passagiere kann die Bahn pro Stunde befördern.
La Paz. Seit 2014 verbindet die höchste städtische Seilbahn der Welt die Regierungsstadt La Paz mit der Arbeiterstadt El Alto. 3.000 Passagiere kann die Bahn pro Stunde befördern.

Tag 12: So. 03. 11. 2014 – La Paz

La Paz (Nuestra Señora de La Paz) (757.184 Einwohner/2012) ist mit einer Höhe von 3200 bis 4100 m der höchstgelegene Regierungssitz der Erde. Hier haben wir einen ganztägigen Aufenthalt. Unser Stadtrundgang führt über den Prado ins Zentrum zum Hauptplatz, der Plaza Murillo mit Präsidentenpalast, Parlamentssitz und Kathedrale. Weiter geht es durch die Fußgängerzone zum Lebensmittel- und Blumenmarkt Mercado Lanza, dessen Läden am Sonntag meist geschlossen ist.Von dort geht es in die Calle de las Brujas mit dem Hexen- und Souveniermarkt. Wir beenden den Rundgang an der Plaza San Francisco mit der gleichnamigen schönen Kirche. Anschließend ist Freizeit. Abends Besuch einer Folkloreshow mit Abendessen.

 

Avenida 16 de Julio
Avenida 16 de Julio
La Paz, auf der Calle Bolivar zuzr Plaza Murillo
La Paz, auf der Calle Bolivar zuzr Plaza Murillo

Plaza Murillo mit Parlamentsgebäude (links) und Präsidentenpalast (rechts)
Plaza Murillo mit Parlamentsgebäude (links) und Präsidentenpalast (rechts)
Vor dem Präsidentenpalast an der Plaza Murillo
Vor dem Präsidentenpalast an der Plaza Murillo
Barocke Kirche San Francisco von 1549, mit indigenen Elementen
Barocke Kirche San Francisco von 1549, mit indigenen Elementen
Mercado Lanza
Mercado Lanza
Unser Reiseführer in La Paz
Unser Reiseführer in La Paz
Avenida Pérez Velasco
Avenida Pérez Velasco
Mercado de las brujas (Hexenmarkt)
Mercado de las brujas (Hexenmarkt)
Vieja Calle Sagarnaga
Vieja Calle Sagarnaga



Videos in Full-HD: F. Rother

Durch Abgeschiedenheit in den Anden haben sich viele der alten Riten und Bräuche erhalten.

"Dazu gehört auch ein archaisches Fest, das "Tinku" ("Begegnung" auf Quechua) genannt wird. Die Angehörigen der Macha, Pukwata, Chayanta und Sakava versammeln sich in auserwählten Dorfgemeinschaften, den Ayllus, jeweils ein paar Tage im Monat Mai. Es wird getanzt und musiziert, und vom Coca- und Alkoholkonsum zum Kampf stimuliert bewaffnen sich die Kontrahenten mit Lederhelmen, festen Handschuhen und Steinschleudern, um sich im Zweikampf mit Angehörigen der anderen Ayllus zu messen.

Das Vergießen menschlichen Blutes ist dabei von elementarer symbolischer Bedeutung. Der Schlagabtausch ist jedoch strikten Regeln unterworfen, die streng kontrolliert werden. In dem Augenblick, in dem die Überlegenheit der anderen Seite zu deutlich wird und die andere zu vernichten droht, treten die Frauen des Ayllus gruppenweise vor die Männer und bringen den Kampf zum Erliegen.

Trotzdem kommt es durchaus vor, dass Teilnehmer zu Tode kommen, was aber trotz aller Trauer um die Gefallenen als notwendig erachtet wird, gilt das vergossene Blut doch als Opfer für die "Pachamama", die Mutter Erde. - Kann sie gütig gestimmt werden, dann wird das nächste Jahr ein gutes Erntejahr."

(Quellennachweis: wikipedia, Bolivianische Tänze. http://de.wikipedia.org/wiki/Bolivianische_Tänze)

 

Tag 13: Mo. 04. 11. 2014 – Von La Paz nach Cochabamba

Die Reise führt zurück über das Altiplano nach Patacamaya. Weiter über das Altiplano kommen wir bis Caracollo (Mittagessen), wo wir abbiegen und bei La Cumbre nochmals eine Passhöhe von 4 495 m erreichen. In steilen Windungen führt uns die Straße hinunter in das Tal von Cochabamba. Wir besichtigen den Palacio Portales, den sich der Zinn-Baron Simón Ituri Patiño (*1862 in Cochabamba; 1947 in Buenos Aires) als großartigen Landsitz errichtet hat und in dem heute ein Museum untergebracht ist. Patiño, einer der reichsten Männer der Welt, hat seinen im Stil des Eklektizismus erbauten Altersitz aus gesundheitlichen Gründen nie bezogen.
Im abendlichen chaotischen Stra0enverkehr zum Rotel-Übernachtungsplatz bei der Osteria Lago del Edén (Abendessen im Restaurant).

 

Passhöhe bei La Cumbre ( 4 495 m), zwischen Caracollo und Cochabamba
Passhöhe bei La Cumbre ( 4 495 m), zwischen Caracollo und Cochabamba
Wäschewaschen am Bach
Wäschewaschen am Bach
Erinnerung an die Opfer eines Verkehrsunfalls
Erinnerung an die Opfer eines Verkehrsunfalls

Auf der Straße hinunter ins Tal von Cochabamba
Auf der Straße hinunter ins Tal von Cochabamba
Palacio Portales im Stil des Eklektizismus, der Alterssitz des Zinn-Barons Simón Ituri Patiño, der hier nie gewohnt hat.
Palacio Portales im Stil des Eklektizismus, der Alterssitz des Zinn-Barons Simón Ituri Patiño, der hier nie gewohnt hat.
Brunnen im Garten des Palacio Portales
Brunnen im Garten des Palacio Portales
Park des Palacio Portales
Park des Palacio Portales

Eingang von der Straße zum Palacio Portales
Eingang von der Straße zum Palacio Portales

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Teil 2 der Reise in Bolivien folgt auf der Seite

 

Südamerika 2